Constructed wetlands in den Tropen und Subtropen


Bei unseren Auslandsprojekten in Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika nutzen wir nahezu ausnahmslos einheimische Sumpfpflanzen:

Im Mittelmeerraum und angrenzenden ariden Zonen (und auch in anderen Ländern, wie die Beispiele zeigen):Lokale Ökotypen von Phragmites communis (synonym australis), die dort bis zu 6 m hoch werden,  z. B. im Süd-Iran

Oder wir greifen auf nahe Verwandte zurück, z. B. Phragmites karka, in Ländern wie Niger und Tschad.

Weiter südlich in Afrika, aber auch z. B. in Mexiko und Indonesien ist Cyperus papyrus unser Favorit.
In Südamerika nehmen wir Scirpus tatora (synonym Schoenoplectus), z. B. Ecuador, Peru oder Zizaniopsis bonariensis in Brasilien).

Ebenfalls gut geeignet ist in Äquatornähe die Gattung Typha (latifolia oder angustifolia), z. B. in Indonesien, Indien und Vietnam bisher erfolgreich von uns eingesetzt. In Vietnam haben wir ferner bei einer Industrieabwasserbehandlungsanlage - Tapiokastärke-Fabrik - unter anderem noch Pandanus humilis getestet.

Daneben gibt es eine Fülle lokaler Seggen (Carex ssp.), die als Begleitpflanzen eingesetzt werden können.


 

In vertikal durchströmten aeroben Bodenfiltern, die intermittierend beschickt werden, ist das potentielle Pflanzenspektrum noch wesentlich größer:

Vetiveria zizanoides, Miscanthus sinensis, Miscanthus x giganteus, Spartina alterniflora, aber auch Nutzpflanzen wir Saccharum officinarum und Musa ssp. kommen in Frage.

Im Gegensatz dazu dominiert am anderen Ende der Klimazonen bzw. Breitengrade – in den winterkalten Gebieten – z. B. Nordchina, Russland, Skandinavien wieder Phragmites communis (synonym australis) mit lokal angepassten Ökotypen, die monatelange Frostperioden von - 20 bis - 30 °C problemlos überstehen.

 

Für Sondereinsatzbereiche wie z. B. für unser riverbank wetland garden concept im Großraum Shanghai nutzen wir natürlich das gesamte potentielle Sumpfpflanzenspektrum aus, da hierbei auch landschaftsästhetische Aspekte eine dominante Rolle spielen.

 

 

Bei Vorklärteichen oder nachgeschalteten Schönungsteichen darf natürlich – neben zahlreichen Nymphaceen (Seerosengewächsen) – die kulturell berühmte Nelumbo nucifera (Lotusblume) in vielerlei Hinsicht nicht fehlen.