Klärschlammvererdungsanlagen

Die Rolle der Schilfpflanzen: Der Klärschlamm erfährt in den Trockenbeeten im Laufe der Zeit eine tiefgreifende und nachhaltige Umwandlung in ein immer bodenähnlicheres Substrat.

Kurzbeschreibung:

Anaerob oder aerob stabilisierter Klärschlamm wird periodisch auf schilfbepflanzte Trockenbeete aufgebracht. Die Pflanzen durchwurzeln und durchwachsen den aufgelandeten Schlamm und gewährleisten eine beschleunigte Schlammentwässerung und -mineralisierung. Die Wasserabgabe erfolgt über Verdunstung und vor allem über Dränagen, die auf den foliengedichteten Beetsohlen liegen. Es erfolgt eine Volumenreduzierung der aufgebrachten Nassschlämme um ca. 90 %. Die Schilfbeete werden etwa 8 - 12 Jahre ohne Räumung betrieben. Je nach Verwendungszweck kann die Klärschlammerde dann nachkompostiert, direkt landwirtschaftlich oder thermisch verwertet werden oder zur Rekultivierung und im Landschaftsbau Verwendung finden.
 

Die Rolle der Schilfpflanzen

Der Klärschlamm erfährt in den Trockenbeeten im Laufe der Zeit eine tiefgreifende und nachhaltige Umwandlung in ein immer bodenähnlicheres Substrat. Hierfür sind u.a. die folgenden Vorgänge im Wurzelraum der Pflanzen verantwortlich:
 

Die Rückbelastung der biologischen Stufe der Kläranlage durch das Sickerwasser
(z.B. in Form von organischen Kohlenstoffverbindungen und Gesamtstickstoff)
ist erheblich gegenüber konventionellen Schlammbeeten vermindert.

Die erste Klärschlammvererdungsanlage haben wir 1988 gebaut, in Lahstedt-Münstedt (Niedersachsen). Die Gemeinde hat diese Form der naturnahen Klärschlammbehandlung inzwischen auf drei Ortsteile erweitert. 2002 wurde auch der Ortsteil Groß-Lafferde mit einer solchen Anlage (4.500 m²) ausgestattet.


Einige ausgewählte Referenzanlagen für nachhaltig erfolgreich von Rhizotech mit Schilf oder Riesenschilf bepflanzte Klärschlammvererdungsanlagen sind als Kurzsteckbrief (case study bzw. Projektdatenblatt) unter folgenden Links dokumentiert:

Download 1: Bad Kösen

Download 2: Oldisleben

Download 3: Naumburg

Download 4: Bad Emstal